Sehenswürdigkeiten
in Rom
Kolosseum
Das Kolosseum, das zwischen 70 und 17 n. Chr. von dem Flavier
Vepasian gebaut und 80 n. Chr. von dessen Sohn Titus eröffnet
wurde, erhebt sich dort, wo vorher der Teich der Domus Aurea
des Nero lag. Das Amphitheater beinhaltete 45.000 - 50.000 Plätze.
Zahlreiche Eingänge, breite Gänge, Treppen und Durchgänge,
in überlegten Abständen angebracht ermöglichten
den Gladiatorenkämpfen bequem beizuwohnen. In einer weitläufigen
Anlage von Gängen und Räumen unter der Arena waren
die Käfige der wilden Tiere untergebracht. Die Tiere wurden
mit einer raffinierten Falltür- und Aufzuganlage unverhofft
in die Arena gelassen.
Ein riesiges Sonnensegel gewährte den Zuschauern Schatten
während auf den Rängen besondere Wohlgerüche
zerstäubt wurden, um den Geruch von Blut und wilden Tieren
zu übertünchen.
Durch starke Erdbeben stürzten im 13. und 14. Jahrhundert,
große Teile der äußeren Arkaden ein und die
großen Materialmassen wurden auf die Dauer hin ausgeraubt
und in die Paläste und Kirchen der Renaissance verbaut.
Pantheon
Marcus Vipsanius Agrippa, ließ 27 v. Chr. einen großartigen
Tempel, das Pantheon, erbauen. Das Pantheon ist allen olympischen
Göttern und besonders dem Mars und der Venus, Schutzgöttern
des Julischen Hauses, geweiht. Pantheon ist griechisch und bedeutet
„allen Göttern“.
Obwohl noch vollständig erhalten, sehen wir es heute jedoch
in der Form, wie Hadrian es nach einem Brand wieder herstellen
ließ. Zu dieser Wiederherstellung gehörte die riesige
runde Aula, die von einem großen, halbkugelförmigen
Gewölbe überspannt ist, das in der Mitte eine Öffnung
von 9 m Durchmesser hat. Das Innere des Pantheons hat die selbe
Höhe und Breite von je 42,75 m. Das Pantheon könnte
somit eine riesige Kugel in seinem Inneren aufnehmen. Dies ist
eine architektonische und bautechnische Meisterleistung.
Die sechzehn monolithischen Säulen der Vorhalle sind aus
ägyptischem Granit. Der Giebel war mit Reliefs aus vergoldeter
Bronze geschmückt. Diesen Überzug ließ Urban
VIII entfernen und Bernini nahm ihn für den großen
Baldachin über der Cofession in der Peterskirche.
Im Inneren des Pantheons befinden sich weitere, sehr seltene,
monolithische Säulen aus gelbem und dunkelviolettem Marmor.
Auch das Pantheon selbst ist in seinem ursprünglichen Zustand
erhalten, verglichen mit anderen antiken Denkmälern ist
dies ein Ausnahmefall. Später wurden Altäre und moderne
Statuen hinzugefügt.
Nachdem das Pantheon 609 n. Chr. vom byzantinischen Kaiser
dem Papst Bonifaz IV. geschenkt worden war, wandeltet dieser
den heidnischen Tempel in eine christliche Kirche um. Die Kirche
wurde der Madonna und allen Märtyrern geweiht (s. Maria
ad Martyres). Dieser Umwandlung ist die wunderbare Erhaltung
des Pantheons zu verdanken.
Trevibrunnen
Der Tervibrunnen, italienisch Fontana di Trevi, ist wohl der
bekannteste Brunnen der Welt, zumindest der bekannteste Italiens.
Seinen Namen erhielt der Trevibrunnen wegen seines Standortes:
er befindet sich an der Kreuzung von drei Straßen, was
auf italienisch "tre vi" genannt wird
Berühmt wurde der Brunnen durch die Badeszene in Frederico
Fellinis "Dolce Vita", als Anita Eckberg badend aus
diesem Brunnen stieg.
Ein Volksglaube sagt, dass es Glück bringe, Münzen
mit der rechten Hand über die rechte Schulter in den Brunnen
zu werfen. Eine Münze lässt einen sicheren sicher
nach Rom zurückkehren, zwei Münzen lassen den Werfende
sich in einen Römer oder eine Römerin verliebe, drei
Münzen würden zu einer Heirat mit der entsprechenden
Person führen.
Der Trevi-Brunnen ist der größte und anspruchsvollste
Barock-Brunnen der Stadt. Er steht am Endpunkt des Aquädukts
Aqua Vergine, der das antike Rom mit Wasser versorgt hatte,
aber in der Spätantike zerstört worden war.
Der Treviburnnen wurde 1750 erbaut. In der Mitte des Fontana
di Trevi reitet Neptun in einer von zwei Tritonen gezogenen
Muschel.
Spanische Treppe
Zu den beliebtesten Touristen- und Jugendtreffpunkten in Rom
zählt die Piazza di Spagna. Die Piazza hat ihren Namen
vom Palazzo di Spagna, der spanischen Botschaft.
Der Piazza di Spagna besteht aus zwei langezogenen Dreiecken,
die sich an ihrer Spitze berühren und hat eine Länge
von 270 Metern.
Der Springbrunnen der sich in Form eines Bootes im Zentrum
der Piazza di Spagna befindet wurde 1629 von dem Bernini erschaffen.
Vom Brunnen zur Kirche Trinità dei Monti führt
die weltberühmte Spanische Treppe (Scalinata della Trinità
dei Monti). Trotz zahlreicher Projekte, unter denen sich auch
ein Entwurf Gian Lorenzo Berninis befand, drohte Unternehmen
zunächst zu erliegen. Den Auftrag für die Ausführung
erhielt schließlich der Hausarchitekt der Mönche
von Santissima Trinità dei Monti, Francesco de Sanctis,
der die Spanische Treppe 1723-26 errichtete. Die Spanische Treppe
zählt 138 Stufen.
Die Prachttreppe gehört zu den größten Leistungen
des Spätbarock und des Rokoko. Ein bis dahin nicht gekannter
Reichtum an Wendungen, Kurven und Podesten erschließt
immer wieder neue Blickrichtungen. Immer wieder spielt die Zahl
drei eine große Rolle. Sowohl in der Gesamtanlage mit
ihren drei Hauptabschnitten als auch im architektonischen Detail.
Dies ist ein Verweis auf die Hl. Dreifaltigkeit, der die in
französischem Besitz befindliche Kirche, zu der die Treppe
führt, geweiht ist.
Die Spanische Treppe fungiert als Verbindung der Nord-Süd-Achse
von der Piazza del Popolo zur Kirche Santa Maria Maggiore und
spielt somit städtebaulich eine tragende Rolle.
Heute gehört die Spanische Treppe zu den belebtesten und
bekanntesten Orten Roms.
Im Frühling ist die Spanische Treppe der Veranstaltungsort
für die Azaleen-Ausstellung in Rom. Außerdem dient
die Spanische Treppe jedes Jahr auch als Podium für die
Modeschau der berühmten italienischen Designer.
Piazza Navona
Unter den zahlreichen Piazzas Roms, zählt der Piazza Navona
zu den schönsten und beliebtesten. Hier findet man Zeitzeugnisses
aus 2000 Jahren, aus Antike, Mittelalter und Neuzeit (Renaissance
und Barock).
Prunkstück des Platzes ist der Vier-Ströme-Brunnen,
dessen Flussgottheiten den Nil, den Ganges, die Donau und den
Rio de la Plata darstellen.
Die Katakomben, das unterirdische Rom
Die zahlreicheren römischen Katakomben (antike unterirdische
Friedhöfe) haben ihren Ursprung im 2. Jh. und wurden bis
Mitte 5. Jh. ausgebaut. Die Katakomben lagen außerhalb
der antiken Stadt, da es gesetzlich verboten war, Tote innerhalb
der Stadtmauern zu beerdigen. Die Katakomben waren christliche
Begräbnisstätten für alle Mitglieder der Christengemeinde
unabhängig von Rang und Vermögen. In der Anfangszeit
wurden jedoch auch oft Nichtchristen, insbesondere Juden in
den Katakomben beigesetzt.
In der Umgebung Roms wurden rund 60 Katakomben mit mehreren
hundert Kilometern Gängen angelegt. Die Katakomben sind
noch zum Großteil erhalten und archäologisch erforscht.
Seit ca. 150 Jahren gibt es die „Päpstliche Kommission
für die sakrale Archäologie“ des Vatikans, die
sich um die Erhaltung kümmert.
Johannes Paul II sagte zur Bedeutung der Katakomben „In
den Katakomben werden beredte Zeugnisse von der Heiligkeit der
Kirche bewahrt, die uns nicht nur an die 'communio' (Gemeinschaft)
der Lebenden und der Toten erinnert, sondern auch an die des
Himmels mit der Erde, und der Zeit mit der Ewigkeit."
Der Öffentlichkeit sind heute fünf römische Katakomben
zugänglich:
· die des heiligen Calixtus
· die des heiligen Sebastian
· die der heiligen Domitilla
· die der heiligen Priscilla
· die der heiligen Agnes
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